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Freitag, 11. Juli 2008

Schönborn: Weltjugendtage sind Lebensorientierung für junge Menschen

Wiener Erzbischof brach am Mittwoch mit einer Jugendgruppe und
Priesterseminaristen nach Australien auf

Wien - "Viele junge Menschen haben durch die Teilnahme an
den Weltjugendtagen eine starke Glaubensorientierung und
Lebensorientierung gefunden. Für eine ganze Generation von jungen
Katholiken ist die Erfahrung dieser Weltjugendtage deshalb etwas sehr
Wichtiges": Dies betonte Kardinal Christoph Schönborn am Mittwoch auf
dem Flughafen Wien-Schwechat unmittelbar vor seinem Abflug zum
Weltjugendtag (WJT) nach Australien.

Er sei gespannt auf die "großen und tiefen Eindrücke", die er schon
bei früheren Weltjugendtagen mitgenommen habe, so Schönborn, der in
Begleitung von 20 Jugendlichen und einer Gruppe Priesterseminaristen
nach "Down Under" aufbrach.

"Man wird natürlich nicht jünger und gehört nicht mehr zur Jugend,
aber wir Bischöfe sind besonders eingeladen, mit den jungen Leuten
diese Weltjugendtage zu erleben", sagte der Kardinal. Besonders freue
er sich auf die vielen Begegnungen, Gottesdienste und Katechesen mit
den jungen Pilgern aus aller Welt und auf die Feiern mit dem Papst.

Dichtes Programm

Kardinal Schönborn wird sich bis 21. Juli in Australien aufhalten und
dabei ein dichtes Programm absolvieren. Nach der Ankunft ist er Gast
der Diözese Lismore, wo er - ebenso wie mehr als 40 junge Leute aus
Österreich - in der Pfarre Ballina wohnen wird. Die Pfarre ist
Treffpunkt von rund 500 Jugendlichen aus vielen Ländern, darunter
Österreich, die hier Vorbereitungstage zum Weltjugendtag verbringen.

Für 14. Juli ist die Weiterreise nach Sydney geplant, wo Kardinal
Schönborn und der Grazer Weihbischof Franz Lackner in der - während
des Weltjugendtags für die deutsch sprechenden Pilger reservierten -
Pfarre "Saint Brendan's" Katechesen für Jugendliche halten werden.
Mehrere Tausend junge Katholiken, vor allem aus Mittel- und
Osteuropa, werden dazu erwartet. Unter anderem steht eine Katechese
zum Thema "Schöpfungsglaube und Evolution" auf dem Programm.

Ab 17. Juli klinkt sich Papst Benedikt XVI. in das Programm des
Weltjugendtags ein. Kardinal Schönborn schließt sich dem betenden
Papst unter anderem am 18. Juli beim Kreuzweg auf dem Platz der St.
Mary's Cathedral, am 19. Juli bei der Vigilfeier auf der
Ranswick-Pferderennbahn und am 20. Juli bei der großen Papstmesse an.

Zum Weltjugendtag vom 15. bis 20. Juli werden 225.000 Pilger aus
aller Welt erwartet. Mit weiteren etwa 300.000 Teilnehmern rechnen
die Veranstalter zur Papstmesse.

Mittwoch, 9. Juli 2008

Jugendwertestudie

Gesellschaftliche Diskussion über "gut und "böse"

Regina Polak widersprach auch der oft gehörten Meinung, dass
Jugendliche in ihren moralischen Entscheidungen beliebig seien.
Jugendliche seien 'Verhandlungsethiker', die in konkreten Situationen
mit anderen Menschen darüber verhandeln, was "gut" und was "böse"
sei. Die Entscheidung darüber träfen sie aber nicht beliebig, sondern
seien bemüht, objektive Kriterien dafür zu finden, so Polak. Hier
wünschen sich die jungen Menschen laut Studie mehr Unterstützung von
der Gesellschaft. 57 Prozent der Jugendlichen wollen beispielsweise
mehr Unterricht zum Thema "Ethik", fast zwei Drittel vermissen eine
stärkere, öffentlich geführte Diskussion darüber, was "gut" und was
"böse" ist.

Nötig scheint deshalb eine strukturierte öffentliche Wertedebatte, um
festzustellen, was der Gesellschaft in jeder Hinsicht "wertvoll" ist.
"Da braucht es nicht nur Appelle von Politikern und religiösen
Autoritäten an individuelle Moralvorstellungen, sondern einen
strukturierten Wertorientierungsprozess", meinte Regina Polak.

1.200 Jugendliche befragt

Die Österreichische Wertestudie 2006 ist die dritte Welle einer
wissenschaftlichen Untersuchung, die seit 1990 die
Lebenseinstellungen junger Menschen in Österreich darstellt. Die
Studie, die unter dem Titel "Lieben - Leisten - Hoffen. Die Wertewelt
junger Menschen in Österreich" im "Czernin"-Verlag erschienen ist,
wurde in einer Kooperation zwischen dem Österreichischen Institut für
Jugendforschung (ÖIJ) und dem Institut für Praktische Theologie der
Universität Wien erstellt. Im Sommer 2006 wurden mehr als 1.200
Jugendliche im Alter von 14 bis 24 in wissenschaftlichen Interviews
befragt. Hauptautoren der Studie sind der der frühere Präsident der
Katholischen Aktion und nunmehrige Bereichsleiter für
Gesellschaftspolitik in der Industriellenvereinigung, Prof. Christian
Friesl, die Pastoraltheologin Regina Polak und die Soziologin Julia
Uhlik vom Institut für Praktische Theologie der Universität Wien
sowie Ingrid Kromer und Katharina Hatwagner vom ÖIJ.

Mittwoch, 18. Juni 2008

Papst lädt Süditaliens Katholiken zur Solidarität ein

70.000 Gläubige bei Messfeier mit Benedikt XVI. in der apulischen Hafenstadt Brindisi

Papst Benedikt XVI. hat von Brindisi aus die Menschen in Süditalien zu Zuversicht und solidarischem Handeln aufgerufen. Christliches Mitleiden habe nichts mit Frömmelei oder mit herablassender Wohltätigkeit zu tun, es sei vielmehr gleichbedeutend mit Solidarität und einer Haltung des Teilens, sagte der Papst bei der Messfeier in der apulischen Hafenstadt Brindisi am Sonntag. Zu dem Gottesdienst hatten sich rund 70.000 Menschen versammelt. Die Messe im Freien am Hafen war der Höhepunkt einer zweitägigen Pastoralreise Benedikts XVI. nach Apulien.

Heiligkeit und Missionsgeist seien zwei Seiten einer Medaille, erinnerte der Papst: "Die zwölf Apostel waren keine perfekten Menschen; sie waren sicherlich gläubig, voll von Enthusiasmus und Eifer, aber gekennzeichnet von ihren menschlichen Grenzen". Jesus habe die Apostel nicht berufen, weil sie schon heilig waren, sondern damit sie es würden. Das Gleiche gelte für alle Christen, sagte der Papst.

Ökumenische Brücke nach Osten

Bei der Messfeier waren auch Repräsenten der orthodoxen Kirche anwesend. Der Erzbischof von Brindisi, Rocco Talucci, hob in seiner Begrüßung die Rolle der Hafenstadt als ökumenischer Brückenkopf nach Osten hervor. Talucci bat den Papst, "diese Pforte des Orients" zu segnen, "damit der Friede den Nahen Osten, vor allem das Heilige Land, erreicht".

Am Morgen war Benedikt XVI. mit Bendiktinerinnen und Karmelitinnen zusammengetroffen. Nach der Messe stand ein Austausch mit den Bischöfen Apuliens und eine Begegnung mit Priestern und Seminaristen auf dem Programm. Die Pastoralvisite war der erste Besuch eines Papstes in Brindisi seit Urban II. (1088-1099).

Donnerstag, 13. Dezember 2007

Musik im Dom

Immer wieder finden im Stephansdom Messen und Veranstaltungen statt. Bei großartiger Akkustik und faszinierendem Ambiente jedenfalls einmal einen Besuch wert!

Zum Einstimmen vier Vorschläge zu Weihnachtsmusik, Oratorien und Adventsmusik.




Weihnachts-Oratorium

Preis: EUR 17,95




Weihnachts-Oratorium (Gesamtaufnahme)

Preis: EUR 14,97




Weihnachts-Oratorium (Gesamtaufnahme)

Preis: EUR 18,97




Macht hoch die Tür (Adventsmusik aus alter und neuer Zeit)

Preis: EUR 5,45

Mehr Auswahl im Klassikshop von OAN.

Dienstag, 25. September 2007

Beethovens "Missa Solemnis" im Stephansdom

Schöne Aufführung im Stephan

Am Freitag, 28. September, wird Beethovens "Missa Solemnis" im Stephansdom aufgeführt. Ludwig van Beethoven komponierte die Messe "Missa Solemnis" zwischen 1817 und 1823. Sie gilt als eine der bedeutendsten Werke Beethovens und zählt zu den berühmtesten Messen der abendländischen Musik.


Unter der Leitung von Walter Kobéra, musikalischer Leiter und Intendant der "Neuen Oper Wien", bringen das amadeus ensemble wien, der Chor der Stadt Bratislava sowie die Solisten Donna Ellen, Anna Clare Hauf, Alexander Kaimbacher und Klemens Sander das Werk zur Aufführung.

Das Konzert beginnt um 20:30 Uhr. Die Karten kosten jeweils 20 Euro. Der Reinerlös des Konzerts kommt dem Verein "Rettet den Stephansdom" für Restaurierungsarbeiten zugute.

Nähere Infos auch im Internet unter www.stephansdom.at/

klassische Musik

Montag, 3. September 2007

Direkter Kontakt und Diskussion mit Papst bei Papstbesuch?

Gespräche und Diskussion mit Papst Benedikt beim Österreichbesuch auf breiter Ebene und zu heiklen Themen wird es nicht geben.
Kritiker dürfen Anliegen schriftlich übergeben. Zur kircheninternen Kritik wie zuletzt vom Vorsitzenden der "Pfarrerinitiative" Helmut Schüller, der mangelnde Dialogmöglichkeiten über anstehende Reformen beklagt hatte, sagt Schönborn: "Es ist eine Pilgerreise. Und normalerweise ist das nicht das Forum, wo man über anstehende Fragen diskutiert". Der Papst sei aber bereit, die Anliegen der "Pfarrerinitiative" schriftlich entgegenzunehmen und sich persönlich damit auseinanderzusetzen. Das habe ihm der Heilige Vater mitgeteilt, und er habe das an Schüller weitergegeben. Papst Benedikt XVI. kommt am Freitag, 7.9.2007, nach Österreich.
Es ist neben Brasilien die einzige Auslandsreise des Papstes im Jahr 2007. Anlass ist das 850-Jahr-Jubiläum von Mariazell.

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"Horroraufruf" der Lebensschützer an den Papst

Frauen sollen in Ruhe gelassen werden, meint die SPÖ

Wien - Als Panikmache und Effekthascherei bezeichnete
SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin und Nationalratsabgeordnete Bettina
Stadlbauer die Horrorszenarien der Plattform "Allianz für die
ungeborenen Kinder" in ihrem Aufruf an den Papst zum Thema
Schwangerschaftsabbruch. Zu diesem Thema gibt es aus gutem Grund keine
Zahlen und Statistiken, meinte Stadlbauer. Die Lebensschützer würden
mit aus der Luft gegriffenen Zahlen um sich werfen und schlicht die
Fristenregelung nicht akzeptieren, die in Österreich seit 30 Jahren
geltendes Recht ist. Besonders mokieren sich die Lebensschützer
darüber, dass der Schwangerschaftsabbruch in öffentlichen
Krankenhäusern durchgeführt wird. Damit ist für die betroffenen Frauen
die best-mögliche Betreuung garantiert, hält Stadlbauer fest. Daher
müsse dies auch in ganz Österreich ausgebaut werden.
Schwangerschaftsabbruch soll in allen öffentlichen Spitälern in ganz
Österreich möglich sein, meinte Stadlbauer.

Viele Frauen in der SPÖ sind Mitglied der römisch-katholischen Kirche
und setzen sich für die Einhaltung der Fristenregelung ein. "Werden
wir jetzt öffentlich an den Pranger gestellt, mit Exkommunikation
bedroht oder wie sehen die 'wirksamen kirchlichen Sanktionen für
Katholiken, die sich an Abtreibung beteiligen' aus, die die
Lebensschützer fordern?", fragte Stadlbauer. Am liebsten würden sie
uns wohl alle vor den Papst zerren und mit Verachtung strafen lassen.
Dass die Lebensschützer neue Maßnahmen im öffentlichen Raum setzen
wollen, zeigt, wie wichtig bundesweite Schutzzonen vor Kliniken sind.
Frauen sollen selbst entscheiden und in Ruhe gelassen werden, meinte
Stadlbauer. Dass den Papst dieses Gezeter der Lebensschützer wohl
nicht aus der Fassung bringen wird, zeigte sich Stadlbauer überzeugt.
Österreich ist nicht das "besonders gefährliche Land", als das es von
den Aufrufern dargestellt werde. "Frauen haben hier einfach das Recht
sich im Rahmen der Fristenregelung für einen Schwangerschaftsabbruch
zu entscheiden", so Stadlbauer.

Zweifellos berechtigte Fragen, die sich hier stellen, an die Kirche, an die Gesellschaft, an die Moral, an die Ethik, an die Politik.

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