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Freitag, 18. April 2008

Der Papst in den USA

Der katholische Journalist und USA-Spezialist Ferdinand Oertel berichtetet von einer multikulturellen, sich verjüngenden Kirche. Bischöfe wie Laien erwarteten nach der Krise durch den Pädophilieskandal ein neues Pfingsten.

In einem Interview mit Radio Vatikan:
Zunächst einmal muss man wirklich sagen, dass die amerikanischen Katholiken, je näher der Besuch rückt, umso verrückter spielen und regelrecht dem Papst entgegenfiebern. Sein Bild hat sich gewandelt. Er ist früher stark abgestempelt gewesen als der ,Watch-dog' des Vatikans, des Uffiziums, und auch als ein ausschliesslich theologischer Kirchenmann. Das Bild hat sich sehr stark geändert und zwar vorwiegend durch die beiden Enzykliken. Er ist jetzt der Botschafter der Liebe und der Hoffnung. Sowohl die Bischöfe, als auch die Katholiken erwarten von ihm geistige Inspiration – man hat sogar gesagt ,ein neues Pfingsten für die katholische Kirche' - nach diesem doch sehr schwerwiegendem Pädophilieskandal, der die Glaubwürdigkeit der katholischen Kirche in Amerika sehr herabgesetzt hat."

Gut ein Fünftel der Amerikaner ist katholisch. Wie muss man sich das kirchliche Leben in den Vereinigten Staaten vorstellen? Wo liegen die Schwerpunkte, welche Organisationen gibt es, die repräsentativ sein könnten für die Stimmung unter den Katholiken?
„Es ist auch in den amerikanischen Medien schon darauf hingewiesen worden, dass dieser Papst eine ganz andere katholische Kirche kennenlernt als noch Johannes Paul II. auf seinen vielen Amerikareisen. Das liegt jetzt auch schon fast 15-20 Jahre zurück. Die katholische Kirche in Amerika ist viel multikultureller geworden. Ein Universitätsprofessor sagte jüngst, Benedikt wird diejenige Kirche der Weltkirche antreffen, die am stärksten durch verschiedene nationale Traditionen geprägt wird. Er hat auch in seiner Video-Botschaft schon teilweise spanisch gesprochen. Diese große Anzahl spanischer Zuwanderer verändert auch das katholische Leben in den Gemeinden sehr stark. Die Volksfrömmigkeit der spanisch geprägten Katholiken ist etwas anders, als die derjenigen, der sonst europäisch geprägten, aus Italien oder aus Polen. Das bringt in den Gemeinden, wie Kardinal Georges gesagt hat, eine neue vielfältige Vitalität.

Sie haben das Problem des sexuellen Missbrauchs, des Pädophilieskandals angesprochen. Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone betonte jetzt im Vorfeld der Reise, Papst Benedikt wird über diese Problematik sprechen. Nun ist es zwar eine große Erwartung in den USA, das dieses Thema angesprochen wird, aber ist es nicht das einzige Problem oder die einzige Schwierigkeit der Katholiken in den USA. In welcher Situation befindet sich diese Kirche derzeit? Welche sind die Themen, die sie wirklich interessieren?
„Das Hauptproblem ist zwar noch nicht so stark wie hier in den westeuropäischen Kirchen, aber ist auch schon in Amerika ausgeprägt: ein großer Priestermangel, der immer größer wird, auch unter den Ordenspriestern. Er prägt das katholische Leben auch deshalb besonders, weil gerade die Orden in dem weitverbreiteten katholischen Schulwesen und Gesundheitswesen, die katholischen Hospitäler, sehr viel geleistet haben, jetzt aber schon weitgehend durch immer mehr Laien ersetzt werden, die in den kirchlichen Dienst eintreten. Es ist gerade statistisch herausgekommen, dass die Zahl, der im kirchlichen Dienst aktiven Laien mit 30.000 inzwischen schon die Zahl der aktiven Priester übersteigt.
Das ist der eine Punkt: Priestermangel und Laienaktivität. Der andere ist, dass auch die Bischofskonferenz stark verjüngt ist. In den meisten größeren Städten sind in den letzten Jahren neue Bischöfe ernannt worden und die drängen darauf hin, dass der Episkopat doch mit einer Stimme spricht und nicht, wie das in der Vergangenheit häufig war, als es die starken Auseinandersetzungen zwischen Konservativen und Progressiven gab, mit unterschiedlichen Stimmen auch in der Öffentlichkeit gegeneinander standen.

Donnerstag, 27. März 2008

Leitet Millionenshowgewinnerin El Awadalla zum Terror an?

Wien - Das könne man einem Buch von Awadalla entnehmen, fürchtet sich FPÖ-Abgeordneter Dr. Martin Graf in einer parlamentarischen Anfrage an den Bundeskanzler.

"Die 'wienerinnen' sind fiktive Figuren, die in 23 Kurzgeschichten beschrieben werden, soweit hat die FPÖ das Buch verstanden", stellt Autorin Awadalla fest. Dann folgt allerdings die wüste Anschuldigung der FPÖ, Awadalla hätte zu Attentaten auf das Parlament aufgerufen.

"Damit hat Graf bewiesen, dass er die Geschichte entweder gar nicht gelesen oder einfach nicht verstanden hat" ist Awadalla enttäuscht.

Awadalla, seit 2001 Präsidentin der Österreichischen DialektautorInnen:" Ich habe weder zu Terrorakten aufgerufen, noch solche gutgeheißen!". Sie hat schlicht, von der These ausgehend, dass alte Frauen entweder nicht gesehen oder nicht ernst genommen werden, eine Situation konstruiert, die anknüpfend an die aktuelle Terrorhysterie darstellt, wie weit die gesellschaftliche Unsichtbarkeit führen kann.

Besonders skurril wird die Anfrage, wo sie Awadalla implizit das Recht auf Literaturföderung abspricht, da sie ja in der Millionenshow eine Million Euro gewonnen habe. Damit kommt aber auch zutage, dass die FPÖ wenig Ahnung von der Literaturförderung hat. "Denn nicht die Autorin, sondern der Sisyphus-Verlag, der das Buch herausgegeben hat, hat eine kleine Druckkostenförderung bekommen", stellt die Autorin klar (Euro 900 - nachzulesen im Kunstbericht 2006).

"Im Übrigen hat die FPÖ vom Erscheinen des Buches bis zur Anfrage rund eineinhalb Jahre gebraucht und diese am dritten Jahrestag der zitierten 'Millionenshow' eingebracht", bemerkt Awadalla. Dabei wurde, trotz eineinhalbjähriger Lektüre, übersehen, dass die Attentäterin eine kleine 82jährige Pensionistin ist. El Awadalla fühlt sich in eine Reihe gestellt mit jenen, von der FPÖ schon 1995 per Großplakat angepatzten KünstlerInnen, darunter Elfriede Jelinek, Peter Turrini, Claus Peymann etc. und sieht ein Aufwärmen des haiderschen Kulturkampfes der 90er Jahre.

Donnerstag, 6. März 2008

Schönbrunns jüngste Gefangene werden zur Schau gestellt

Studie belegt: Eisbärenbabies ohne lebenswerter Zukunft

Wien - Der Zoowahnsinn hat sich momentan auf Eisbären verlegt, es wird nachgezüchtet was das Zeug hält, natürlich will auch der Zoo Schönbrunn nicht außen vor bleiben und brüstet sich mit zwei männlichen Jungtieren, die heute erstmals den Besuchern präsentiert wurden.

   Trotz eindeutiger Studie, die belegt, dass die artgerechte Haltung von Eisbären unmöglich ist, züchten die Zoos unter der fadenscheinigen Ausrede des Artenschutzes weiter. Wo all die Eisbären dann landen sollen, wenn sie erwachsen sind, sei dahin gestellt, interessieren werden sie niemanden mehr.

   Die Zoologin Georgia Mason beweist anhand ihrer Studie "Animal Welfare: Captivity effects on wide-ranging carnivores" eindeutig, dass die Haltung von Eisbären am Besten eingestellt werden sollte, denn beim Eisbären zeigt sich anhand einer Tabelle, dass von 263 Geburten, 173 der Babies innerhalb der ersten 30 Tage gestorben sind. Eine weitere Tabelle zeigt, dass beim Eisbären 36,8% der Tiere Stereotypien aufweisen, 64,71% beträgt die Sterberate der Kinder. Eisbärengehege haben eine durchschnittliche Größe von 950 qm, das ist ein Millionstel vom kleinsten Areal in freier Natur.

   Zoos sollten diese Information nutzen, um Arten die nicht artgerecht gehalten werden können, nicht weiter zu vermehren und den Bestand auslaufen zu lassen, dazu zählen eindeutig die Eisbären.

Rückfragehinweis:
   Österreichischer Tierschutzverein

Mittwoch, 13. Februar 2008

Österreichische Buddhistische Religionsgesellschaft feiert 25 Jahre Anerkennung

Heilsame Werkzeuge des Buddhismus für unsere Gesellschaft =

"Die staatliche Anerkennung bedeutet für die Österreichische Buddhistische Religionsgesellschaft (ÖBR) nicht nur die Gleichstellung mit den anderen Religionen und damit einen Dialog auf gleicher Augenhöhe sowie die Sicherstellung des buddhistischen Religionsunterrichtes für unsere Kinder," sagt Gerhard Weißgrab, der Präsident der ÖBR, "sondern auch eine große Verpflichtung der österreichischen Gesellschaft gegenüber, die wir gerne wahrnehmen. Die Grundsäulen der Buddha-Lehre, wie Toleranz und Mitgefühl mit allen Wesen, sind Eigenschaften, die unsere heutige Welt ganz dringend benötigt. Und es geht nicht um neue Gesetze oder Vorschriften, sondern um ethisches Handeln aus eigener Einsicht." führt Weißgrab aus. "Viele gesellschaftliche Fehlentwicklungen der heutigen Zeit wären mit den Werkzeugen der Buddha-Lehre leichter korrigierbar. Das Ungleichgewicht von Haben und Nichthaben zwischen einzelnen Menschen oder Völkern, sowie die Ausbeutung unseres Planeten nach den Kriterien der Gewinnmaximierung sind nur einige der großen Themen. Besonders wichtig aus buddhistischer Sicht ist es mir auch, die weit verbreitete Missachtung der Tiere als fühlende Wesen, bewusst zu machen und zu verändern. Beginnen muss allerdings jeder einzelne bei sich selbst. Nur durch die heilsame Veränderung von uns selbst können wir positiv verändernd auf die ganze Gesellschaft wirken."

   Die Feierlichkeiten im Jubiläumsjahr werden mit der Anerkennungsfeier am 23. Februar, um 9.45 Uhr, in der Universität Wien eröffnet. Viele weitere Feiern und Veranstaltungen werden folgen, die, so wie die Anerkennungsfeier selbst, für alle Menschen frei zugänglich sein werden. Interessierte Besucher sind herzlich willkommen, Termine können auf unserer Homepage www.buddhismus-austria.at jederzeit abgefragt werden.

Montag, 14. Januar 2008

Stephanscom.at: "Papst-Medaille" ausverkauft

"Papst-Medaille" ausverkauft

Großer Erfolg für die zum Papstbesuch aufgelegten Sondermedaillen der Münze Österreich: Alle 11.000 Stück der silbernen Andenken an den Besuch Papst Benedikts XVI. und das 850-Jahr-Jubiläum der Basilika Mariazell sind verkauft worden. Das konnte der Generaldirektor der Münze Österreich, Dietmar Spranz, bei einem Besuch im Wiener Erzbischöflichen Palais am Dienstag, 8. Jänner 2008, berichten: "Ich bin stolz, dass wir mit der Sondermedaille zum Papstbesuch und zum Jubiläum der Mariazeller Basilika beitragen durften", so Spranz.