Sonntag, 22. März 2009

John F. Kennedy hat Sohn mit einer Österreicherin, Nachkommin der Habsburger

Tu felix austria - das Reich wächst durch Heirat und Fortpflanzung.
Aus dem Riesen-Clan der Kennedys taucht plötzlich ein
"österreichischer" Kennedy auf. Lisa Lanett aus der Hinterbrühl
spricht im Sonntag-KURIER zum ersten Mal über ihre Beziehung zum
legendären US-Präsidenten John F. Kennedy, den sie während des Zweiten
Weltkriegs in Phoenix/Arizona kennen gelernt hat.
Und die 87-Jährige spricht auch über ihren gemeinsamen Sohn Tony, 63,
der heute als Kunsthändler im Ruhestand in Kalifornien lebt.
KURIER-Kolumnist Georg Markus sprach mit Mutter ("Kennedy bot mir die
Ehe an") und Sohn. Und er zeigt auch noch eine andere historische
Dimension des Falles auf: Denn Lisa Lanetts Vater war der ebenfalls
uneheliche Sohn eines österreichischen Erzherzogs, womit - quer über
den Ozean - die Habsburger mit den Kennedys verwandt wären.
Die Saat der Habsburger geht auf! AEIOU

Mittwoch, 31. Dezember 2008

Schwarzes Jahr an der Wiener Börse

Da hilft vielleicht nur ein Beten im Stephansdom. Die Aktienkurse in Wien sind 2008 nicht nur nicht gestiegen, sondern in den Keller gefahren. 2008 kam ein Rückschlag für den ATX, dessen Ausmaß alle Analysten überraschte. Eine Erholung ist unmittelbar nicht in Sicht. Auch international war das Börsejahr rabenschwarz.

Einen ATX-Stand von 4900 bis 5000 Punkten erwarteten die österreichischen Analysten zu Jahresbeginn. Gestern schloss der Wiener Leitindex das Handelsjahr 2008 mit 1750,83 Punkten. Ein Rückgang um 61,2 Prozent seit Jahresbeginn.

Das „wichtigste Elixier“ der Finanzmärkte, das Vertrauen, ist verloren gegangen. Dies spätestens nach der Insolvenz der US-Investmentbank Lehman Brothers in den USA.

Vertrauen wird sich wieder einstellen.

Montag, 17. November 2008

20. Internationales Kinderfilmfestival startet am Samstag

Zwischen 15. - 23. November 2008 - Sonderpreis für Philippe
Muyl
Wien - Seit 1989 zeigt das Internationale Kinderfilmfestival
Wien außergewöhnliche Filme für ein außergewöhnliches Publikum. Auch
das Jubiläumsfestival 2008 will mit spannenden, berührenden,
fantasievollen und lustigen Erzählungen über Kinder und Jugendliche
aus aller Welt das Publikum begeistern. Gezeigt werden die Filme im
Cinemagic (1., Friedrichstrasse 4, Telefon: 4000-83400), im Hollywood
Megaplex SCN (21., Ignaz-Köck-Straße 1, Telefon: 271 66 79)und im
Votiv Kino (9., Währinger Straße 12, Telefon: 317 35 71). Im
Gartenbau Kino (1., Parkring 12) findet die Eröffnung statt.
Zwtl.: Hauptprogramm zeigt elf österreichische Erstaufführungen
Mit elf österreichischen Erstaufführungen im Hauptprogramm, vier
Filmen in der Retrospektive und vier Sonderprogrammen in insgesamt 47
Vorstellungen lässt das Kinderfilmfestival 2008 keine Wünsche offen.
Das Spektrum der auf internationalen Festivals präsentierten und zum
Teil mehrfach ausgezeichneten Produktionen aus zehn Ländern reicht
von Animationsfilmen für das jüngste Publikum bis zu formal
reizvollen Auseinandersetzungen mit der Lebenswelt von Kindern und
Jugendlichen aus der ganzen Welt.
Der niederländische Eröffnungsfilm "Wo ist Winkys Pferd?"
richtet sich an alle Altersgruppen und ist ein Filmerlebnis für die
ganze Familie. Die Fortsetzung von "Ein Pferd für Winky" (Festival
2006) zeichnet sich durch eine durchgängige Kinderperspektive aus,
und Ebbi Tam als Winky wird sich auch dieses Mal in die Herzen der
kleinen und großen ZuschauerInnen spielen.
Magische Unterhaltung - ebenfalls für die ganze Familie - bietet
der französisch-kanadische Film "Magique!" von Philippe Muyl, der
sich an ein heutzutage seltenes Genre gewagt und seine Geschichte in
ein Musical verpackt hat. Der Regisseur wird bei den Vorstellungen
anwesend sein.
Fast beiläufig greift der dänische Film "Karlas Welt" die
alltäglichen großen und kleinen Herausforderungen einer Zehnjährigen
auf und verdichtet sie zu einer erstaunlich differenzierten
Geschichte, die Regisseurin Charlotte Sachs Bostrup sensibel aus der
Perspektive des Mädchens erzählt. Ganz anders die Probleme des
kleinen Mexikaners, der sich in "Teos Reise" mit seinem Vater auf
eine gefährliche Odyssee begibt. Auch Walter Doehner hat das Thema
der illegalen Einwanderung in seinem Werk bewusst durch die Augen
seiner kleinen Protagonisten gestaltet.
Aus Ungarn stammt der außergewöhnliche Animationsfilm "Egon und
Dönci", der ohne Dialoge auskommt und ganz von farbenprächtigen,
plastischen Bildern, skurrilen Figuren und Musik lebt, die sich als
Geschichte vergangener Jahrhunderte leitmotivisch durch den Film
zieht.
Ein Mystery-Thriller für Kinder von 8 bis 12 Jahren ist der
norwegische Film "Die 10 Leben der Titanic", der von seiner stillen
Spannung lebt, die sich aus dem Aufeinanderprallen von Vision und
Wirklichkeit ergibt und dabei ganz ohne Horror-Action auskommt.
Weiters im Hauptprogramm zu sehen sind "Bunt" aus Südkorea,
"Fahrradmücken und Tanzmücken aus Dänemark, "Laban, das kleine
Gespenst" aus Schweden, "Rot wie der Himmel" aus Italien und "Der
Sommer ´69" aus Kanada.
Zwtl.: Rückblick und "Lieblingsfilme"
Gegründet wurde das Kinderfilmfestival 1989 von Franz Grafl und
Michael Roth, 1991 bzw. 1993 stießen Elisabeth Lichtkoppler und
Martina Lassacher zum Team, das in dieser Konstellation noch heute
zusammenarbeitet. Die vier OrganisatorInnen besuchen alljährlich die
wichtigsten internationalen Filmfestivals in ganz Europa, die
Filmauswahl wird gemeinsam getroffen.
Die Retrospektive bietet heuer einen kleinen Rückblick auf 19
Jahre Festivalgeschichte: Jede/r der vier OrganisatorInnen hat einen
"Lieblingsfilm" der vergangenen Jahre ausgewählt, der dem Publikum
(noch einmal) vorgestellt wird. Bei insgesamt mehr als 250 Filmen,
die in den 20 Festivalprogrammen gezeigt wurden, keine einfache
Entscheidung.
Zwtl.: Rahmenprogramm bietet Einführung in das Medium Film
"Große Kunst für kleine Augen" ist nicht nur ein Leitgedanke des
Festivals, sondern auch der Titel eines Vortrags zum Thema Film der
beiden Festivalmitarbeiterinnen Martina Lassacher und Anna Hofmann.
In eineinhalb Stunden werden den teilnehmenden Kindern ab 8 Jahren
Besonderheiten des Mediums Film anhand von konkreten Beispielen aus
dem aktuellen Festivalprogramm näher gebracht. Das Interesse an
diesem Angebot ist groß, da es für diese Altersgruppe kaum
vergleichbare filmpädagogische Veranstaltungen gibt.
Zum Internationalen Tag der Kinderrechte gibt es erstmals in der
Geschichte des Festivals eine Abendvorstellung ("Teos Reise") für
Erwachsene und (ältere) Kinder. Der Theaterworkshop (zum Film "Rot
wie der Himmel") findet heuer bereits zum vierten Mal statt.
Der norwegisch-schwedische Film "Die Farbe der Milch" wird im
Rahmen einer Kooperation mit der Filmschau "Wissenschafterinnen im
Film" am 23. November in einer Sonderveranstaltung (Einführung und
Diskussion: Martina Lassacher) im Votivkino zu sehen sein.
("Wissenschafterinnen im Film" ist eine gemeinsame Veranstaltung von
Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung und VOTIV KINO, in
Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Filmmuseum).
Zwtl.: Kinderjury bestimmt über UNICEF-Preis
Auch beim 20. Festival wird die Kinderjury (zwölf Mädchen und
ein Junge im Alter zwischen 10 und 14 Jahren) aktiv mitarbeiten. Sie
wird den Preis für den besten Film des Festivals verleihen und den
Film, der sich besonders für die Rechte von Kindern und Jugendlichen
einsetzt, mit dem UNICEF-Preis auszeichnen. Der UNICEF-Preis wird
seit dem Jahr 2000 vergeben. Zur Eröffnungsvorstellung im
Gartenbaukino sind darüber hinaus die ehemaligen Mitglieder der
Kinderjurys der vergangenen Jahre eingeladen.
Zwtl.: Ehrengäste aus Schweden und Frankreich
Zusätzlich zu den bereits etablierten Preisen wird das
Organisationsteam anlässlich des 20-Jahre-Jubiläums einen einmaligen
Sonderpreis an Ehrengast Philippe Muyl vergeben, der mit "Magique!"
nach "Die Kuh und der Präsident" - im Jahr 2000 mit dem Preis der
Kinderjury ausgezeichnet - und "Der Schmetterling" (2004) bereits zum
dritten Mal mit einem seiner herausragenden Filme beim
Internationalen Kinderfilmfestival vertreten ist. Weiters in Wien
erwartet wird die schwedische Regisseurin Solveig Nordlund. Ihr Film
"Comédia Infantil" nach dem Roman "Der Chronist der Winde" von
Henning Mankell läuft in der Retrospektive.

Montag, 6. Oktober 2008

Papst eröffnete Weltbischofssynode über die Bibel

In seiner Predigt in der römischen Basilika San Paolo fuori le Mura
ging Benedikt XVI. auf die Bedeutung des Glaubens für das
Zusammenleben der Menschen ein: "Wenn sich der Mensch Gottes
entledigt und sich selbst zum Alleininhaber der Schöpfung
proklamiert, kann er dann wirklich eine Gesellschaft aufbauen, in der
Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden regieren?"
Vatikanstadt-Rom, Mit einer Papstmesse in der römischen
Basilika San Paolo fuori le Mura hat am Sonntag die 12.
Weltbischofssynode begonnen. Bis zum 26. Oktober beraten 253 Bischöfe
aus allen Kontinenten sowie mehr als 100 weitere Experten und
Beobachter über die Bedeutung der Bibel für das Leben und die Sendung
der Kirche. In seiner Predigt unterstrich Benedikt XVI. die Bedeutung
des Glaubens für das Zusammenleben der Menschen. Wörtlich sagte er:
"Wenn sich der Mensch Gottes entledigt und sich selbst zum
Alleininhaber der Schöpfung proklamiert, kann er dann wirklich eine
Gesellschaft aufbauen, in der Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden
regieren? Ist es nicht vielmehr so - wie das Tagesgeschehen beweist
-, dass sich Machtwillkür, egoistische Interessen, Ungerechtigkeit
und Ausbeutung, Gewalt in jeder Form ausbreiten?" Letztlich fühle
sich der Mensch dann einsamer und die Gesellschaft werde gespalten
und verwirrt.
Die Synode müsse in den kommenden drei Wochen beraten, wie das Wort
Gottes heute noch wirksamer verkündet und verbreitet werden soll,
sagte der Papst in seiner Predigt. Die Bibel müsse im Mittelpunkt
jedes christlichen Lebens stehen und alle Bereiche erfassen: Familie,
Schule, Kultur, Arbeitswelt und Freizeit. Denn nur das Wort Gottes
könne letztlich die Herzen der Menschen erreichen und verändern. Die
Synode müsse deutlich machen, wie die Kirche vom Wort Gottes lebt und
abhängt. Daher sei es unverzichtbar, dass die Kirche diese Botschaft
kennt und glaubwürdig lebt und weitergibt - trotz der Schwäche und
Unvollkommenheit ihrer Mitglieder.
Viele hätten das Wort Gottes noch nicht gehört, andere würden es nur
oberflächlich kennen, wieder andere praktizierten den Glauben nicht
mehr. Daher sei eine neue Verkündigung der christlichen Botschaft
unverzichtbar.
In langer Reihe waren die Synodalen - von den insgesamt 253
Synodenvätern waren 241 als Konzelebranten anwesend - zu Beginn der
Messfeier in die Papstbasilika über dem Grab des Völkerapostels
Paulus eingezogen. Anlässlich des Paulus-Jahres war das
eindrucksvolle Gotteshaus an der römischen Ausfallsstraße nach Ostia
für den Eröffnungsgottesdienst ausgewählt worden.
Bischof Leichtfried ist der jüngste Synodale
Die eigentlichen Sitzungen der Synode werden am Montag beginnen. Die
Synode dauert bis zum 26. Oktober. Mit den 253 Synodenvätern nehmen
auch 41 "Experten" (unter ihnen sechs Frauen) und 37 "Auditoren"
(unter ihnen 19 Frauen) sowie Beobachter aus anderen Kirchen an der
Synode teil. Unter den Synodenvätern ist der Repräsentant der
Österreichischen Bischofskonferenz, der St. Pöltner Weihbischof Anton
Leichtfried, mit 39 Jahren der jüngste. Der älteste Synodenvater ist
mit 88 Jahren der maronitische Patriarch von Antiochien, Kardinal
Nasrallah Butros Sfeir.

Montag, 8. September 2008

Kirchen-Tagung zur Situation afrikanischer Migranten in Europa

Fachleute für Migrantenseelsorge aus ganz Europa tagen von 12. bis
14. September im Wiener Kardinal-König-Haus
Wien - Die Situation der afrikanischen Migranten in
Europa ist das Thema einer großen kirchlichen Tagung vom 12. bis 14.
September im Wiener Kardinal-König-Haus. Rund 30 Bischöfe und
Priester, die in 21 europäischen Bischofskonferenzen für die
Migrantenseelsorge zuständig sind, werden sich bei der jährlichen
"Tagung der Nationaldirektoren für Migrantenseelsorge in Europa" mit
der Verantwortung für afrikanische Migranten auseinandersetzen.
An der Begegnung nehmen auch Vertreter des Heiligen Stuhls, der
"Kommission der Bischofskonferenzen des EU-Raumes" (ComECE), der
"Caritas Europa" und der "International Catholic Migration
Commission" (ICMC) teil. Die Tagung in Wien wird von der Kommission
"Migration" im "Rat der Europäischen Bischofskonferenzen" (CCEE)
ausgerichtet und erfolgt auf Einladung der Österreichischen
Bischofskonferenz.
Wiener Weihbischof als Hauptreferent
Am Beginn der dreitägigen Konferenz stehen der afrikanische Kontinent
und seine Ausdrucksformen in Geschichte, Kultur, Religion und
Gesellschaft im Mittelpunkt. Dieser Überblick wird im Anschluss durch
Erfahrungsberichte von politischen Flüchtlingen, Asylbewerbern und
Menschen, die aus Studiengründen nach Europa emigriert sind,
vervollständigt.
In Arbeitsgruppen werden die Tagungsteilnehmer in der Folge die
Situation der afrikanischen Migranten in den verschiedenen
europäischen Ländern darstellen. Anhand der daraus resultierenden
Problem- und Fragestellungen soll dann die pastorale Verantwortung
der Kirche diskutiert werden. In einem Schlussdokument wollen die
Tagungs-Teilnehmer Empfehlungen für die europäischen
Bischofskonferenzen zusammenfassen.
Einer der Hauptreferenten bei der Tagung ist der Wiener Weihbischof
Franz Scharl, der in der Erzdiözese Wien für die Seelsorge in den
mehr als 30 anderssprachigen katholischen Kirchengemeinden zuständig
ist. Jeder fünfte Katholik in der österreichischen Hauptstadt ist
Ausländer oder ausländischer Herkunft. Seit 1980 gibt es in Wien eine
große afrikanische Gemeinde. Franz Scharl hat vor seiner Weihe zum
Bischof in seiner Wiener Pfarre die afrikanische katholische Gemeinde
aufgenommen, ihr die Feier der Gottesdienste ermöglicht und sich auch
in sozialen und integrativen Belangen für die Menschen stark gemacht.
Der Leiter der kirchlichen "Kontaktstelle für Weltreligionen" in
Österreich, Msgr. Petrus Bsteh, wird bei der Tagung über die
Situation von afrikanischen Studenten in Europa sprechen. Bsteh war
viele Jahre Rektor des Afro-Asiatischen Instituts (AAI) in Wien, das
seit 1959 Studierenden aus Ländern des "Südens" eine
Studienausbildung in Österreich ermöglicht.
Kirchlicher Fokus auf Migranten in Europa
Die katholische Kirche richtet seit einigen Jahren ihre
Aufmerksamkeit verstärkt auf die Situation der Migranten in Europa.
Dabei geht es sowohl um die Information der christlichen Gemeinden
und Gemeinschaften als auch um Appelle an die öffentliche Meinung und
die verantwortlichen Politiker. Der "Rat der Europäischen
Bischofskonferenzen" (CCEE) organisiert seit 1981 in Zusammenarbeit
mit dem Päpstlichen Rat für Migrantenseelsorge Veranstaltungen auf
europäischer Ebene, um dem Wunsch nach besserer Abstimmung unter den
kirchlichen Verantwortlichen nachzukommen, denen dieser
Seelsorge-Bereich in den einzelnen Ländern anvertraut ist.
Getragen wird diese Arbeit von der CCEE-Kommission "Migration", die
aus einigen Nationaldirektoren für Migration und einem Delegierten
der ComECE besteht. Darüber hinaus gehören ihr als Beobachter
Delegierte des Päpstlichen Rates für Migrantenseelsorge, der "Caritas
Europa" und der "Internationalen katholischen Kommission für
Migration" (ICMC) an.