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Samstag, 18. Februar 2012

22 neue Kardinäle in Rom

Vatikanstadt (KAP) Bei einem feierlichen Konsistorium im Vatikan hat Papst Benedikt XVI. am Samstag 22 neue Kardinäle kreiert, darunter den Berliner Erzbischof Rainer Maria Woelki und den Prager Erzbischof Dominik Duka. Bei der Zeremonie im Petersdom überreichte er ihnen als Insignien ihrer Würde das purpurfarbene Birett und den Kardinalsring und wies ihnen eine römische Titelkirche zu. Mit dem vierten Konsistorium seines Pontifikats erhöhte Benedikt XVI. das Kardinalskollegium auf 213 Mitglieder. Von ihnen könnten jedoch nur die 125 Unter-80-Jährigen an einer Papstwahl teilnehmen - dem herausragenden Privileg der Kardinäle.
Mit ihrer Ernennung würden die neuen Kardinäle in die vom Papst geführte Kirche Roms eingegliedert, "um in der Leitung der Weltkirche eng mit ihm zusammenzuarbeiten", sagte der Papst in seiner Predigt. Sie müssten dabei die Sendung, die Probleme und pastoralen Kriterien der gesamten Kirche in Betracht ziehen und beurteilen.
Aufgabe der neuen Kardinäle sei es, "der Kirche mit Liebe und Kraft zu dienen, mit der Klarheit und der Weisheit der Lehrmeister, mit der Energie und der Stärke der Hirten, mit der Treue und dem Mut der Märtyrer", sagte der Papst weiter. Sie müssten "herausragende Diener der Kirche" sein, die in Petrus das sichtbare Fundament der Einheit findet. In ihrem Dienst und ihrer Sendung in der Kirche und der Welt müssten sie sich einzig an Christus orientieren, auch wenn seine Logik und die der Welt nicht immer übereinstimmen. Der Kardinalsring solle dabei auch an das Zeugnis der beiden Apostelfürsten erinnern, die für Christus in Rom den Märtyrertod erlitten, sagte der Papst in seiner Predigt.
Einzeln traten die neuen Purpurträger anschließend vor den Papst hin. Benedikt XVI. setzte ihnen das Kardinalsbirett auf, steckte ihnen den Ring mit dem eingravierten Bild von Petrus und Paulus an den Finger, überreicht ihnen die Ernennungsurkunde uns wies ihnen ihre Titelkirche zu.
Den Anfang machten die zehn Kurienkardinäle. Es folgten die acht Erzbischöfe großer Diözesen, darunter die aus Toronto, Prag, Utrecht, Florenz, New York und Berlin.

Freitag, 11. Juli 2008

Schönborn: Weltjugendtage sind Lebensorientierung für junge Menschen

Wiener Erzbischof brach am Mittwoch mit einer Jugendgruppe und
Priesterseminaristen nach Australien auf

Wien - "Viele junge Menschen haben durch die Teilnahme an
den Weltjugendtagen eine starke Glaubensorientierung und
Lebensorientierung gefunden. Für eine ganze Generation von jungen
Katholiken ist die Erfahrung dieser Weltjugendtage deshalb etwas sehr
Wichtiges": Dies betonte Kardinal Christoph Schönborn am Mittwoch auf
dem Flughafen Wien-Schwechat unmittelbar vor seinem Abflug zum
Weltjugendtag (WJT) nach Australien.

Er sei gespannt auf die "großen und tiefen Eindrücke", die er schon
bei früheren Weltjugendtagen mitgenommen habe, so Schönborn, der in
Begleitung von 20 Jugendlichen und einer Gruppe Priesterseminaristen
nach "Down Under" aufbrach.

"Man wird natürlich nicht jünger und gehört nicht mehr zur Jugend,
aber wir Bischöfe sind besonders eingeladen, mit den jungen Leuten
diese Weltjugendtage zu erleben", sagte der Kardinal. Besonders freue
er sich auf die vielen Begegnungen, Gottesdienste und Katechesen mit
den jungen Pilgern aus aller Welt und auf die Feiern mit dem Papst.

Dichtes Programm

Kardinal Schönborn wird sich bis 21. Juli in Australien aufhalten und
dabei ein dichtes Programm absolvieren. Nach der Ankunft ist er Gast
der Diözese Lismore, wo er - ebenso wie mehr als 40 junge Leute aus
Österreich - in der Pfarre Ballina wohnen wird. Die Pfarre ist
Treffpunkt von rund 500 Jugendlichen aus vielen Ländern, darunter
Österreich, die hier Vorbereitungstage zum Weltjugendtag verbringen.

Für 14. Juli ist die Weiterreise nach Sydney geplant, wo Kardinal
Schönborn und der Grazer Weihbischof Franz Lackner in der - während
des Weltjugendtags für die deutsch sprechenden Pilger reservierten -
Pfarre "Saint Brendan's" Katechesen für Jugendliche halten werden.
Mehrere Tausend junge Katholiken, vor allem aus Mittel- und
Osteuropa, werden dazu erwartet. Unter anderem steht eine Katechese
zum Thema "Schöpfungsglaube und Evolution" auf dem Programm.

Ab 17. Juli klinkt sich Papst Benedikt XVI. in das Programm des
Weltjugendtags ein. Kardinal Schönborn schließt sich dem betenden
Papst unter anderem am 18. Juli beim Kreuzweg auf dem Platz der St.
Mary's Cathedral, am 19. Juli bei der Vigilfeier auf der
Ranswick-Pferderennbahn und am 20. Juli bei der großen Papstmesse an.

Zum Weltjugendtag vom 15. bis 20. Juli werden 225.000 Pilger aus
aller Welt erwartet. Mit weiteren etwa 300.000 Teilnehmern rechnen
die Veranstalter zur Papstmesse.

Mittwoch, 18. Juni 2008

Papst lädt Süditaliens Katholiken zur Solidarität ein

70.000 Gläubige bei Messfeier mit Benedikt XVI. in der apulischen Hafenstadt Brindisi

Papst Benedikt XVI. hat von Brindisi aus die Menschen in Süditalien zu Zuversicht und solidarischem Handeln aufgerufen. Christliches Mitleiden habe nichts mit Frömmelei oder mit herablassender Wohltätigkeit zu tun, es sei vielmehr gleichbedeutend mit Solidarität und einer Haltung des Teilens, sagte der Papst bei der Messfeier in der apulischen Hafenstadt Brindisi am Sonntag. Zu dem Gottesdienst hatten sich rund 70.000 Menschen versammelt. Die Messe im Freien am Hafen war der Höhepunkt einer zweitägigen Pastoralreise Benedikts XVI. nach Apulien.

Heiligkeit und Missionsgeist seien zwei Seiten einer Medaille, erinnerte der Papst: "Die zwölf Apostel waren keine perfekten Menschen; sie waren sicherlich gläubig, voll von Enthusiasmus und Eifer, aber gekennzeichnet von ihren menschlichen Grenzen". Jesus habe die Apostel nicht berufen, weil sie schon heilig waren, sondern damit sie es würden. Das Gleiche gelte für alle Christen, sagte der Papst.

Ökumenische Brücke nach Osten

Bei der Messfeier waren auch Repräsenten der orthodoxen Kirche anwesend. Der Erzbischof von Brindisi, Rocco Talucci, hob in seiner Begrüßung die Rolle der Hafenstadt als ökumenischer Brückenkopf nach Osten hervor. Talucci bat den Papst, "diese Pforte des Orients" zu segnen, "damit der Friede den Nahen Osten, vor allem das Heilige Land, erreicht".

Am Morgen war Benedikt XVI. mit Bendiktinerinnen und Karmelitinnen zusammengetroffen. Nach der Messe stand ein Austausch mit den Bischöfen Apuliens und eine Begegnung mit Priestern und Seminaristen auf dem Programm. Die Pastoralvisite war der erste Besuch eines Papstes in Brindisi seit Urban II. (1088-1099).

Freitag, 18. April 2008

Der Papst in den USA

Der katholische Journalist und USA-Spezialist Ferdinand Oertel berichtetet von einer multikulturellen, sich verjüngenden Kirche. Bischöfe wie Laien erwarteten nach der Krise durch den Pädophilieskandal ein neues Pfingsten.

In einem Interview mit Radio Vatikan:
Zunächst einmal muss man wirklich sagen, dass die amerikanischen Katholiken, je näher der Besuch rückt, umso verrückter spielen und regelrecht dem Papst entgegenfiebern. Sein Bild hat sich gewandelt. Er ist früher stark abgestempelt gewesen als der ,Watch-dog' des Vatikans, des Uffiziums, und auch als ein ausschliesslich theologischer Kirchenmann. Das Bild hat sich sehr stark geändert und zwar vorwiegend durch die beiden Enzykliken. Er ist jetzt der Botschafter der Liebe und der Hoffnung. Sowohl die Bischöfe, als auch die Katholiken erwarten von ihm geistige Inspiration – man hat sogar gesagt ,ein neues Pfingsten für die katholische Kirche' - nach diesem doch sehr schwerwiegendem Pädophilieskandal, der die Glaubwürdigkeit der katholischen Kirche in Amerika sehr herabgesetzt hat."

Gut ein Fünftel der Amerikaner ist katholisch. Wie muss man sich das kirchliche Leben in den Vereinigten Staaten vorstellen? Wo liegen die Schwerpunkte, welche Organisationen gibt es, die repräsentativ sein könnten für die Stimmung unter den Katholiken?
„Es ist auch in den amerikanischen Medien schon darauf hingewiesen worden, dass dieser Papst eine ganz andere katholische Kirche kennenlernt als noch Johannes Paul II. auf seinen vielen Amerikareisen. Das liegt jetzt auch schon fast 15-20 Jahre zurück. Die katholische Kirche in Amerika ist viel multikultureller geworden. Ein Universitätsprofessor sagte jüngst, Benedikt wird diejenige Kirche der Weltkirche antreffen, die am stärksten durch verschiedene nationale Traditionen geprägt wird. Er hat auch in seiner Video-Botschaft schon teilweise spanisch gesprochen. Diese große Anzahl spanischer Zuwanderer verändert auch das katholische Leben in den Gemeinden sehr stark. Die Volksfrömmigkeit der spanisch geprägten Katholiken ist etwas anders, als die derjenigen, der sonst europäisch geprägten, aus Italien oder aus Polen. Das bringt in den Gemeinden, wie Kardinal Georges gesagt hat, eine neue vielfältige Vitalität.

Sie haben das Problem des sexuellen Missbrauchs, des Pädophilieskandals angesprochen. Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone betonte jetzt im Vorfeld der Reise, Papst Benedikt wird über diese Problematik sprechen. Nun ist es zwar eine große Erwartung in den USA, das dieses Thema angesprochen wird, aber ist es nicht das einzige Problem oder die einzige Schwierigkeit der Katholiken in den USA. In welcher Situation befindet sich diese Kirche derzeit? Welche sind die Themen, die sie wirklich interessieren?
„Das Hauptproblem ist zwar noch nicht so stark wie hier in den westeuropäischen Kirchen, aber ist auch schon in Amerika ausgeprägt: ein großer Priestermangel, der immer größer wird, auch unter den Ordenspriestern. Er prägt das katholische Leben auch deshalb besonders, weil gerade die Orden in dem weitverbreiteten katholischen Schulwesen und Gesundheitswesen, die katholischen Hospitäler, sehr viel geleistet haben, jetzt aber schon weitgehend durch immer mehr Laien ersetzt werden, die in den kirchlichen Dienst eintreten. Es ist gerade statistisch herausgekommen, dass die Zahl, der im kirchlichen Dienst aktiven Laien mit 30.000 inzwischen schon die Zahl der aktiven Priester übersteigt.
Das ist der eine Punkt: Priestermangel und Laienaktivität. Der andere ist, dass auch die Bischofskonferenz stark verjüngt ist. In den meisten größeren Städten sind in den letzten Jahren neue Bischöfe ernannt worden und die drängen darauf hin, dass der Episkopat doch mit einer Stimme spricht und nicht, wie das in der Vergangenheit häufig war, als es die starken Auseinandersetzungen zwischen Konservativen und Progressiven gab, mit unterschiedlichen Stimmen auch in der Öffentlichkeit gegeneinander standen.

Montag, 14. Januar 2008

Stephanscom.at: "Papst-Medaille" ausverkauft

"Papst-Medaille" ausverkauft

Großer Erfolg für die zum Papstbesuch aufgelegten Sondermedaillen der Münze Österreich: Alle 11.000 Stück der silbernen Andenken an den Besuch Papst Benedikts XVI. und das 850-Jahr-Jubiläum der Basilika Mariazell sind verkauft worden. Das konnte der Generaldirektor der Münze Österreich, Dietmar Spranz, bei einem Besuch im Wiener Erzbischöflichen Palais am Dienstag, 8. Jänner 2008, berichten: "Ich bin stolz, dass wir mit der Sondermedaille zum Papstbesuch und zum Jubiläum der Mariazeller Basilika beitragen durften", so Spranz.

Donnerstag, 18. Oktober 2007

Bistum Trier - Die Kirchen in Europa müssen gemeinsam im Licht Christi bleiben

Kritik am Papst wegen Fernbleiben entschärft.

Bistum Trier - Die Kirchen müssen im Lichte Christi bleiben
Kommentare in Deutschland und Österreich haben kritisiert, dass Papst Benedikt XVI. ausgerechnet während der Versammlung in Sibiu nach Mariazell pilgerte und Wien besuchte.
Ist das auch in Sibiu selbst als demonstratives Fernbleiben oder gar als Versuch gewertet worden, der Ökumenischen Versammlung „die Schau zu stehlen"?
In Sibiu habe ich mich sehr gefreut, als ein evangelischer österreichischer Delegierter in einer Intervention an den Besuch des Papstes in Mariazell ausdrücklich erinnerte und die große Versammlung dem evangelischen Christen aus Österreich mit lautem Applaus antwortete. In Sibiu war der Papstbesuch kein Ärgernis. Terminkollisionen gibt es in der ganzen Welt. Der heftige Regen in Mariazell wurde nicht als Strafe Gottes gedeutet. Im übrigen hatte Sibiu auch genug Regenanteile.
Papst Benedikt muß nicht beichten deswegen.
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Montag, 3. September 2007

Direkter Kontakt und Diskussion mit Papst bei Papstbesuch?

Gespräche und Diskussion mit Papst Benedikt beim Österreichbesuch auf breiter Ebene und zu heiklen Themen wird es nicht geben.
Kritiker dürfen Anliegen schriftlich übergeben. Zur kircheninternen Kritik wie zuletzt vom Vorsitzenden der "Pfarrerinitiative" Helmut Schüller, der mangelnde Dialogmöglichkeiten über anstehende Reformen beklagt hatte, sagt Schönborn: "Es ist eine Pilgerreise. Und normalerweise ist das nicht das Forum, wo man über anstehende Fragen diskutiert". Der Papst sei aber bereit, die Anliegen der "Pfarrerinitiative" schriftlich entgegenzunehmen und sich persönlich damit auseinanderzusetzen. Das habe ihm der Heilige Vater mitgeteilt, und er habe das an Schüller weitergegeben. Papst Benedikt XVI. kommt am Freitag, 7.9.2007, nach Österreich.
Es ist neben Brasilien die einzige Auslandsreise des Papstes im Jahr 2007. Anlass ist das 850-Jahr-Jubiläum von Mariazell.

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"Horroraufruf" der Lebensschützer an den Papst

Frauen sollen in Ruhe gelassen werden, meint die SPÖ

Wien - Als Panikmache und Effekthascherei bezeichnete
SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin und Nationalratsabgeordnete Bettina
Stadlbauer die Horrorszenarien der Plattform "Allianz für die
ungeborenen Kinder" in ihrem Aufruf an den Papst zum Thema
Schwangerschaftsabbruch. Zu diesem Thema gibt es aus gutem Grund keine
Zahlen und Statistiken, meinte Stadlbauer. Die Lebensschützer würden
mit aus der Luft gegriffenen Zahlen um sich werfen und schlicht die
Fristenregelung nicht akzeptieren, die in Österreich seit 30 Jahren
geltendes Recht ist. Besonders mokieren sich die Lebensschützer
darüber, dass der Schwangerschaftsabbruch in öffentlichen
Krankenhäusern durchgeführt wird. Damit ist für die betroffenen Frauen
die best-mögliche Betreuung garantiert, hält Stadlbauer fest. Daher
müsse dies auch in ganz Österreich ausgebaut werden.
Schwangerschaftsabbruch soll in allen öffentlichen Spitälern in ganz
Österreich möglich sein, meinte Stadlbauer.

Viele Frauen in der SPÖ sind Mitglied der römisch-katholischen Kirche
und setzen sich für die Einhaltung der Fristenregelung ein. "Werden
wir jetzt öffentlich an den Pranger gestellt, mit Exkommunikation
bedroht oder wie sehen die 'wirksamen kirchlichen Sanktionen für
Katholiken, die sich an Abtreibung beteiligen' aus, die die
Lebensschützer fordern?", fragte Stadlbauer. Am liebsten würden sie
uns wohl alle vor den Papst zerren und mit Verachtung strafen lassen.
Dass die Lebensschützer neue Maßnahmen im öffentlichen Raum setzen
wollen, zeigt, wie wichtig bundesweite Schutzzonen vor Kliniken sind.
Frauen sollen selbst entscheiden und in Ruhe gelassen werden, meinte
Stadlbauer. Dass den Papst dieses Gezeter der Lebensschützer wohl
nicht aus der Fassung bringen wird, zeigte sich Stadlbauer überzeugt.
Österreich ist nicht das "besonders gefährliche Land", als das es von
den Aufrufern dargestellt werde. "Frauen haben hier einfach das Recht
sich im Rahmen der Fristenregelung für einen Schwangerschaftsabbruch
zu entscheiden", so Stadlbauer.

Zweifellos berechtigte Fragen, die sich hier stellen, an die Kirche, an die Gesellschaft, an die Moral, an die Ethik, an die Politik.

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